Terror! (Teil I)

Erstveröffentlichung am 8. Dezember 2016. Die Fortsetzungsstory wurde wegen des furchtbaren Terroranschlags am 19. Dezember 2016 auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz (Kurfürstendamm) unterbrochen. Der Anschlag kostete 12 Menschen das Leben. 55 wurden z. T. schwer verletzt. Der Täter, Anis Amri, handelte im Auftrag des sog. „Islamischen Staates“. Er wurde am 23. Dezember in Mailand von einer Polizeistreife erschossen. Mittlerweile verdichten sich Hinweise darauf, dass Amri den deutschen Behörden als sog. „Gefährder“, d. h. als möglicher Attentäter bekannt war. Wikipedia berichtet, der marokkanische Geheimdienst habe BND und BKA bereits im September 2016 auf Amri aufmerksam gemacht. In Anris Heimat Tunesien haben radikale islamistische Gruppen hohen Zulauf, obgleich sich die tunesische Regierung mit allen erdenklichen Mitteln versucht, den Islamismus einzudämmen. Eine auffällige Parallele zum Islamismus ist die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Tunesien: Sie lag 2016 noch bei rund 35%. Mehr als ein Drittel der 15 – 24jährigen hat also keine Arbeit. Gewiss wäre es zu oberflächlich und bei näherer Betrachtung auch nicht haltbar, die Ursachen von Terrorismus prinzipiell monokausal in Arbeits- und Perspektivlosigkeit zu sehen. Immerhin bringt nicht jedeR, der/die arm ist, massenweise Leute um. Auf der anderen Seite zog der Linksterrorismus in Westeuropa in den 1970er und 1980er Jahren v. a. junge Leute aus den gebildeten, eigentlich privilegierten Schichten an. Um dem Terrorismus als gewaltsamer Bankrotterklärung an die Dialogfähigkeit einer Gesellschaft etwas entgegensetzen zu können, muss man die Wurzeln analysieren. Was treibt Menschen dazu, Terroranschläge zu begehen? Aus welchen Gründen radikalisieren sich junge Leute? An welchen Alarmzeichen kann man erkennen, dass die Schwelle zur Gewalt bedrohlich gesunken ist? Die Internet-Story „Terror“ kann darauf sicherlich keine Antworten geben, die politisch bedeutsam wären. Zum Nachdenken anregen kann und möchte sie aber schon. In diesem Sinne: Viel Spaß beim Lesen! (Laila Phunk am 30. Mai 2017).

Prolog:

Sandrine: Paris, in der Nähe des Parc de la Villette, 19. Arrondissement, Februar 2014:

Lustlos setzte Sandrine sich an den Computer. Sie wollte sich zwingen, jeden Tag eine kleine Einheit von dem Selbstlernkurs im Internet zu machen. Vielleicht würde es ihr helfen, eine Arbeit zu finden, denn die Zeiten waren lange vorbei, als Sandrine noch eine strahlende Absolventin der Kommunikationswissenschaft war, die siegessicher und voller Selbstvertrauen in die Zukunft blickte Zwar hatte sie sehr gute Noten gehabt – sie hatte ja auch hart dafür gearbeitet – aber wer brauchte schon Kommunikationswissenschaftler? Davon gibt es doch mehr als genug, dachte Sandrine traurig. Und bestimmt sind sie alle gut…

Papa ging es früher genauso, erinnerte sich Sandrine. Gedankenverloren drehte sie sich auf ihrem Stuhl hin- und her. Damals hatte kaum jemand von den jungen Leuten Arbeit. Das hatte sie alle furchtbar zornig gemacht, hatte Papa erzählt, eine ganze Generation, die vor Wut nur so schäumte. Sandrines Vater war leider schon lange tot, aber sie erinnerte sich an sein freundliches, immer ein wenig zurückhaltendes Lachen, an Papas laute Freunde, die immer auf François Mitterrand* herummeckerten. Obwohl sie ihn eigentlich mochten. Sie hatten ihm ja auch viel zu verdanken…*

Sandrine entschloss sich, den Computerkurs sein zu lassen und ein bisschen in Papas altem Kästchen herumzuwühlen. Der Brief aus Deutschland, der alles verändert hatte… Ohne ihn hätte es Sandrine vielleicht gar nicht gegeben…

Daniela: Campo Azul, südlich von La Plata, Argentinien, Mai 1966:

„Lupo! Lupo!“ die zehnjährige Daniela schrie sich die Seele aus dem Leib. Wo war ihr kleiner Mischlingshund nur abgeblieben? Ein scharfer Wind bließ dem Mädchen um die Ohren. „Papa, Babbo! Lupo ist weg!“ Der gedrungene, gutmütige Señor Della Chiesa, der einen kleinen Laden im Ort betrieb, hatte sein Jagdgewehr im Anschlag. Er hatte mehr gesehen, als seine Tochter. Mit dem Zeigefinger deutete er auf das staubfarbene Pelzknäuel. Durch den Wind vernahm nun auch Daniela das bösartige Knurren. Es wirkte irre, nicht von dieser Welt. Was hatte Lupo dem anderen Hund denn bloß getan? Der graubraunen Bestie quoll der Schaum aus dem Mund, vermischt mit Blut. Señor Della Chiesa drückte Daniela das Jagdgewehr in die Hand. „Du musst es tun! Er wird sonst andere Tiere töten. Vielleicht auch uns.“ „Aber Babbo!“ erwiderte Daniela. „Lupo! Was ist, wenn ich ihn erwische?“. „Er wird sowieso sterben.“ murmelte Señor Della Chiesa. Daniela wurde klar, was das bedeutete. Sie weinte. „Schieß!“ drängte Señor Della Chiesa und Daniela drückte ab.

„Así me gustas! So gefällst du mir!“ Der stämmige Mann, der in diesem weiten kargen Land nie heimisch geworden war, versuchte eine unbeholfene, freundliche Geste. „El pequeño lobo….“ versuchte er, das weinende Mädchen zu trösten.

Lutz: Gries am Brenner/Brennero, Österreich, Grenzübergang nach Italien, Morgen des 01. August 1980:

Aussteigen, ja, bitte schön! Lutz verfluchte dieses chaotische Land schon, bevor er dessen Landesgrenze überhaupt überschritten hatte. Fahrzeugpapiere und Personalausweis reichten dem Grenzbeamten, der einen griesgrämigen österreichischen Dialekt sprach, offenbar nicht. Er hatte gestern schon den ganzen Tag in der Scheißkarre gesessen, sich auf der Transitautobahn von Westberlin nach Hof mit den Wonnen des real existierenden Sozialismus herumgeschlagen, die nölende Micha beschwichtigt, die Sigrid ihm aufgedrängt hatte, weil er den Fehler gemacht hatte, etwas von „Urlaub in Italien“, „Freunde in der Toscana besuchen“ zu schwafeln. Er könne seinen väterlichen Pflichten ja auch mal nachkommen, hatte Sigrid geschnauzt. Es reichte langsam!

Gestern Abend hatten sie immerhin noch eine der angenehmeren Begegnungen gemacht. Sie hatten auf einer gottverlassenen Wiese am Straßenrand neben einem knallbunt angemalten Bulli haltgemacht, der Stefan und Jo gehörte, 2 Hippies, die schon lange ausgestiegen waren, aus dem hirnverbrannten Trott der stockkonservativen Alpenrepublik. Den Joint, den die beiden später in gemütlicher Runde kreisen ließen, hatte Lutz schweren Herzens abgelehnt. Er wollte dem italienischen Zoll nicht mit knallroten Augen in die korrupten Arme laufen. Wegen Micha machte er sich keine Sorgen. Sie kannte das sicherlich aus dem Hausprojekt in Kreuzberg, in das Sigrid nach ihrer Trennung mit der gemeinsamen Tochter gezogen war. Er jedenfalls kannte Sigrid, die nie ein Kind von Traurigkeit gewesen war …

Micha: Gries am Brenner/Brennero:

„Guck mal, Papa!“ quiekte Micha „Auch Deutsche, die Ärger haben!“ Micha hatte den klapprigen Passat erblickt, vor allem das kleine Mädchen mit dem glatten, dunklen Pferdeschwanz und den schwarzen Lackschuhen, die süße kleine rosa Schleifchen vorne drauf hatten und Riemchen an den Gelenken. Solche Schuhe würde sie nie bekommen, dachte Micha voller Neid. Sigrid und Lutz ließen sie ja immer nur Bauernklamotten tragen mit denen sie aussah wie aus dem Mittelalter. Und immer bloß Birkenstock-Latschen, weil die ja sooo gesund sind. Pah!

Das Mädchen lächelte freundlich. „Lutz, LU, was ist das für ein Kennzeichen?“ wollte Micha wissen. „Ludwigshafen“ gab Lutz genervt zurück. „Ich bin übrigens Paola! Und du?“ unbemerkt hatte sich das Mädchen an Micha herangepirscht. „Micha. Aus Berlin und du?“ „Ludwigshafen.“ Das wusste Micha ja bereits. „Papa arbeitet bei der BASF und verdient viel Geld, damit wir uns bald ein eigenes Haus bauen können, a Casa, unten in der Basilicata. Obwohl es da sterbenslangweilig ist. Da fahren wir nämlich gerade hin und meine Cousine Ilaria würde alles dafür geben, um zu uns nach Deutschland zu kommen.“ plapperte das Mädchen fröhlich. „Und ihr, fahrt ihr in den Urlaub?“ wollte sie von Micha wissen. „Na ja, geht so. Zu Freunden von Lutz. Aber ich darf nicht drüber reden.“ druckste Micha. „Lutz?“ Paola guckte irritiert. „Mein Vater“ gab Micha gedehnt zurück. Paola war ja ganz nett, aber sie lebte doch wohl noch im vorigen Jahrhundert, dachte Micha sich. „Ist ja echt ein Schweinesystem hier mit dem Zoll!“ Micha ließ die coole Berliner Göre raushängen. „Ja!“ pflichtete Paola ihr unerwartet bei „Wir sollen erst mal all den Kram vom Rücksitz packen, wenn wir weiterfahren wollen. Aber das wird die Hölle auf Erden, wenn wir denen da unten keine Geschenke mitbringen. Die können doch nur die Hand aufhalten!“ pampte Paola abfällig.

Eine dicke Frau kam mit einem Kleinkind in einem Buggy hinter dem überladenen, bis an den Rand vollgepackten Passat hervor und ein Schwall fremder Worte ergoss sich über Paola. Es klang als meckerte die Fau sie ordentlich aus, wie Micha vermutete. Vielleicht war es doch besser, eine Mutti wie Sigrid zu haben. Mit der hatte man kaum Ärger, wenn man sie nicht nervte und sie immer schön ihre Nase in ihre Bücher stecken ließ. „So, wir müssen auch. Komm Micha, wir können weiterfahren!“ Lutz bugsierte Micha zum Auto zurück.

US-Militärdepot Camp Darby, bei Livorno, Toskana, Italien, Nachmittag des 01. August 1980:

Die brütende toskanische Sommerhitze machte Colonel Buchanan zu schaffen. Er schwitzte wie ein abgestochenes Schwein. Auch hier in der Offizierslounge, trotz des Ventilators an der Decke und des zusätzlichen Standventilators, den Buchanan neben sich, an seinen Tisch gestellt hatte. General Henderson hatte sich einen starken Espresso kommen lassen. „Auch einen, meine Herren? Wir haben eine lange Nacht vor uns!“. Buchanan winkte ab. Er bekam Magenkrämpfe von dem italienischen Kaffee. Colonel Steinberg ließ sich die mit Wasser verlängerte Plörre kommen, die sie hier „Americano“ nannten.

„Brennecke hat vor, diesen langhaarigen Bombenlegern in Deutschland Beine zu machen.“ Henderson grinste. „Er will von den Italienern ein paar Tipps, wie man das macht. Nachdem diese linken Schwachköpfe vor drei Jahren** gedacht haben, sie könnten den deutschen Autoritäten auf der Nase herumtanzen, soll jetzt wieder Ruhe einkehren.“ Henderson nickte bedächtig. „Hanns Martin Schleyer war ein persönlicher Freund von Brennecke. Ein guter Mann, sagt er …“ „Dass die Deutschen die Palästinenser eingeschaltet haben** wundert mich nicht.“ merkte Steinberg an. „Das steckt denen noch in den Knochen, dieser Hass auf Israel und die freie Welt.“ „Da hast du aber auch hier in Italien schnell Ärger**“ wandte Buchanan ein. „… sogar bei den Konservativen.“ „Ja, die haben Angst, dass die Araber ihnen sonst ihre schönen katholischen Kathetralen in die Luft jagen.“ knarrzte Henderson. „General Brennecke wird morgen früh in Florenz sein, wo wir uns mit einigen von den Italienern zusammensetzen und ein bisschen plaudern werden. Meine Herren. Ich erwarte dass Sie den Report bis heute Abend für mich bereit liegen haben!“ beendete er das Gespräch.

Nanni, Prato bei Florenz, Toskana, Italien, Nachmittag des 01. August 1980:

Nanni hustete. Die Smog-Glocke, die über Florenz lag, hatte seinen Lungen ihren Tribut abgefordert. Klatschnass geschwitzt stieg er von seinem Motorino und war froh, endlich zu Hause zu sein. Alè und Giò wollten heute Abend noch auf die Demo auf der Piazza della Signoria und Lutz müsste bald hier sein. Wenn er sich nicht verfahren hatte. Aber eigentlich war das baufällige Haus an der Ausfallstraße von Florenz aus nordwärts leicht zu finden.

An guten Tagen arbeitete Nanni im Tourist Office, nahe der berühmten Kirche Santa Maria Novella in Florenz. An schlechten Tagen verdiente er nichts und hatte genug Zeit zum Nachdenken. Trotzdem konnte er sich glücklich schätzen, den Job an Land gezogen zu haben. Dass er fließend Deutsch, Englisch und Französisch sprach und sein Studium mit Bestnoten abgeschlossen hatte, hatte seine mangelnden Beziehungen, seine geringe Herkunft und sein linkes Engagement wettgemacht. Aber eben nur für den schlechtbezahlten Tourist-Office-Job. Natürlich hätte Nanni sich etwas Besseres vorstellen können. Als 20jähriger Studienanfänger, der sich zäh durch die akademischen Jahre jobben sollte, hatte er davon geträumt, die Welt zu sehen. Viel reisen wollte er, aber auch italienischen Kindern aus armen Familien Fremdsprachen beibringen und den Kindern der illegalen Einwanderer Italienisch. Seine Träume zerschellten an der Wirklichkeit. Er war eben kein Kind der ehrenwerten Gesellschaft, das man sich hätte ausprobieren lassen, dachte Nanni bitter.

Seine Mitbewohnerin Alè arbeitete als Näherin in Prato, obwohl sie einen Abschluss in Philosophie hatte. Nur Alès Freundin Giò, die „etwas Besseres“ war, wie sie manchmal selbstironisch scherzte, konnte sich das Akademikerleben leisten. Giò promovierte in Politikwissenschaften. Sie hatte Glück, dass ihr Doktorvater ein Linker war. Er unterstützte Berlinguer** und ließ Giò freie Hand. Ein Assistenzjob sorgte dafür, dass sie sich finanziell keine Sorgen machen musste. Zusätzlich hatte sie noch ein liberales Elternhaus im Rücken. Nie im Leben hätte Giòs Mutter ihre Tochter etwa in eine Ehe gedrängt, nur um sie materiell versorgt zu wissen. Viele andere Italienerinnen hatten dieses Glück nicht. Aber es brodelte. Kaum eine hatte noch Lust, einen ewig nörgelnden Pascha zu umsorgen, der, wenn sie Pech hatten, auch noch arbeitlos war und den ganzen Tag nur herumsaß, erst in der Bar, die „Gazzetta dello Sport“ lesend, dann zu Hause, schließlich erschöpft vom Nichtstun und schlecht gelaunt, was dann die Ehefrau zu spüren bekam.

Neugierig, wie es weitergeht? Hier Teil II.

*François Mitterrand (1916 – 1996): französischer Politiker (Parti socialiste) und Staatspräsident Frankreich (1981 – 1995). Mehr Infos zu ihm und seiner Bedeutung für diese Geschichte später…

**Henderson bezieht sich auf das Jahr 1977 als die Rote Armee Fraktion (RAF)  den Generalbundesanwalt Siegfried Buback, den Bankier Jürgen Ponto und den Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer ermordete. Die Ereignisse um die Entführung und Ermordung Schleyers werden oft auch als „Deutscher Herbst 1977“ bezeichnet. Ein Wikipedia-Artikel bietet einen guten ersten Überblick.

Der „Deutsche Herbst 1977“ gipfelte in der Entführung der Lufthansa-Maschine „Landshut“ durch ein palästinensisches Terrorkommando. Damit sollte die Freilassung inhaftierter Mitglieder der RAF erzwungen werden. Die „Landshut“ landete schließlich in somalischen Hauptstadt Mogadischu, wo sie von der deutschen Antiterroreinheit GSG 9 gestürmt wurde.

Kurz darauf wurden in der JVA Stuttgart-Stammheim die Leichen mehrerer prominenter Mitglieder der RAF aufgefunden. Immer wieder wurde bezweifelt, dass es sich dabei tatsächlich um Selbstmord handelte. Auch zur sog. „Todesnacht von Stammheim“ gibt es einen Wikipedia-Artikel, der eine Zusammenfassung verschiedener Haltungen, auch Verschwörungstheorien, bietet.

Möglicherweise will der (fiktive) General Henderson auch auf das „Oktoberfestattentat“ anspielen: Am 26. Oktober 1980 (also aus der Perspektive unserer Geschichte in der „Zukunft“) verübte ein Anhänger der rechtsextremen „Wehrsportgruppe Hoffmann“ ein Attentat auf das Münchner Oktoberfest, bei dem 13 Menschen starben und 211 Menschen z. T schwer verletzt wurden. Auch um das Oktoberfestattentat ranken sich viele Spekulationen und Verschwörungstheorien. Tatsächlich wurden 2014 die Ermittlungen aufgrund neuer Zeugenaussagen wieder aufgenommen, wie man auf Wikipedia nachlesen kann.

Bis heute weiß man nicht, ob das „Oktoberfestattentat“ Teil einer sog. „Strategie der Spannung“ gewesen ist, bei der faschistische Terrororganisationen gezielt Anschläge begingen, um sie linksterroristischen Vereinigungen in die Schuhe zu schieben. Diese Strategie der Attentate „unter falscher Flagge“ sollte ein Klima der Angst und v. a. natürlich Hass auf Linke erzeugen und wurde v. a. in Italien über mehrere Jahrzehnte angewandt. Allerdings muss man vorsichtig sein. Der italienische Politiker Aldo Moro (1916 – 1978, Democrazia Cristiana, entspricht der deutschen CDU) wurde nach heutigen Erkenntnissen z. B. sehr wahrscheinlich wirklich von den linksextremen „Roten Brigaden“ („Brigate Rosse“) ermordet. Andere Anschläge lassen sich dagegen relativ eindeutig faschistischen Gruppierungen zuschreiben.

Camp Darby gibt es wirklich. Henderson, Buchanan, Steinberg und Brennecke sind, wie alle anderen Personen (außer den historischen Persönlichkeiten), die in dieser Geschichte auftreten, frei erfunden. Ebenso natürlich ihr Gespräch. Auch den Ort „Campo Azul“ in Argentinien gibt es nur in meiner Fantasie. Für die ganze Geschichte gilt, wie gesagt: Ähnlichkeiten mit real existierenden Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.

*** Enrico Berlinguer (1922 – 1984): italienischer Politiker des PCI (Partito Communista Italiano = kommunistische Partei), der den sog. „Eurokommunismus“, eine Abwendung der westeuropäischen kommunistischen Parteien von der Sowjetunion, vertrat. Auch er hat einen Wikipedia-Eintrag.

 

 

 

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6 Gedanken zu “Terror! (Teil I)

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