Terror! (Teil V)

Update: Terroranschlag in Berlin: Dass sich am gestrigen Abend in Berlin ein furchtbarer Terroranschlag ereignet hat, bei dem – nach dem Muster des Attentats von Nizza – ein Lastwagen in eine Menschenmenge auf dem Weihnachtsmarkt in der City-West, in der Nähe des Zoologischen Gartens raste, gibt dieser Geschichte, in der es um Terrorismus geht, einen schalen Beigeschmack. Laila Phunk hat sich entschieden, sie trotzdem weiter zu führen, denn zu keinem Zeitpunkt ist es ihr um eine Bagatellisierung oder gar eine nachträgliche Rechtfertigung terroristischer Anschläge in den 1970er und 1980er Jahren gegangen. Politische Diskurse können nicht mit dem Mittel der Gewalt geführt werden. Eigentlich geht Laila Phunk aber davon aus, dass ihre LeserInnen das auch so sehen.

Diese Geschichte ist zudem Fiktion. Der Terror der 1970er und 1980er Jahre war jedoch leider höchst real. Ebenso das Klima der Verdächtigungen und Verunsicherung, das nicht unerheblich dazu beigetragen hat, Menschen zu radikalisieren und Gesellschaften zu spalten. Auch wenn der „Kalte Krieg“ die Hintergrundfolie dieser Geschichte bildet und die politischen Achsen sich mittlerweile beträchtlich verschoben haben, können wir, so glaube ich, aus den „Anni di Piombo“, den „bleiernen Jahren“, die nicht nur Italien, sondern auch viele andere Länder heimgesucht haben, eine Menge lernen. So hat zum einen z. B. der islamistische Terrorismus seine Wurzeln in dieser Zeit und andererseits sind die Motive, die Menschen in die Illegalität und in den Terrorismus getrieben haben, auffallend ähnlich: der soziale Background, die Wut und allgemein vorherrschende Unzufriedenheit, die Polarisierung und z. T. auch Brutalisierung gesellschaftlicher Diskurse, vorschnelle Verdächtigungen und Präventivschläge, Opportunismus, Korruption, himmelschreiende Ungrechtigkeit, dubiose Machenschaften und Misstrauen, das Gefühl, politische Entwicklungen nicht mehr selbst mitgestalten zu können und vieles mehr. Statt zu schweigen, sollte man lieber reden.

Dennoch möchte ich hier nicht fortfahren, ohne den Opfern des Terroranschlages vom Berliner Breitscheidplatz und ihren Angehörigen mein tiefes Mitgefühl auszusprechen. Sorgen wir gemeinsam dafür, dass Geschichte sich nicht wiederholt. Ziehen wir unsere Schlüsse aus ihr …

Laila Phunk, 20. Dezember 2016.

… Wer’s verpasst hat – hier geht es zu Teil I, Teil II, Teil III und Teil IV.

Teniente Daniela, Buenos Aires, Argentinien, Januar 1980:

„Ich will bei euch mitmachen! Ich kann euch sicher gute Dienste erweisen …“ Daniela hatte sich mit fest entschlossener Miene vor dem wackeligen Schreibtisch in dem kleinen, schmucklosen Büro aufgepflanzt. Der Mann, der dahinter saß, fuhr sich mit der Hand durch sein öliges, leicht gewelltes dunkelbraunes Haar. Er guckte gelangweilt. „Schätzchen, und das sollen wir dir glauben? Dein Mann war Kommunist!“ „Ja, und er war ein Schwein! Immer andere Frauen! Hat mich für eine andere verlassen. Einfach weg, ohne ein Wort, über Nacht!“ entgegnete Daniela wütend.

Der große Dicke mit dem kurzegeschorenen Haar, der neben dem Schreibtisch stand, grinste anzüglich. Er schien Indio-Blut zu haben. Seine kleinen Schweinsäuglein, die fast in dem speckigen Gesicht versanken, blitzten bösartig. Er trug ein beiges, akkurat gebügeltes Hemd, das über dem gewaltigen Bauch spannte. Unter den Achselhöhlen zeichneten sich Schweißflecken ab.

Der Mestize bückte sich zu dem, der hinter dem Schreibtisch saß. Sie tuschelten „… viel zu dumm, um das zu blicken!…“ „… eine kleine Verkäuferin…“ „… Na ja, so wie sie aussieht, braucht sie wohl einen Mann …“ „… ein schnuckeliges Püppchen mit einem hässlichen Gesicht!…“ „Schicken wir sie doch mit Alfonso nach Uruguay. Dann kann der sich noch ein bisschen mit ihr vergnügen und dann…“

Beide Männer lachten schmutzig. Daniela tat, als habe sie nichts gehört. Sie dachte an die Narbe, die ihr etwas rundliches Gesicht verunzierte. Der Mann hinter dem Schreibtisch beugte sich vor. Das funzelige Deckenlicht, das den Raum nur spärlich erleuchtete, ließ seine grobschlächtige Visage erstrahlen wie eine Ikone. „Also gut, Süße. Du kannst mitmachen. Aber zuerst eine kleine Aufgabe. Ich will sehen, ob ich dir vertrauen kann…“

Lutz & Micha, an der Landstraße, in der Nähe von Pisa, Italien, in den frühen Morgenstunden des 02. August 1980:

Was bisher geschah: Lutz lebt in West-Berlin und gehört diffus zum Sympathisantenumfeld der Roten Armee Fraktion. Ursprünglich nur mäßig politisch, radikalisiert er sich zunehmend, als er von den Haftbedingungen der RAF-Terroristin Ulrike Meinhof* und der „Todesnacht von Stammheim“* erfährt, bei der mehrere inhaftierte RAF-Mitglieder ums Leben kommen. Nicht nur im linksradikalen Lager wird angezweifelt, dass es sich, wie offiziell verkündet, um Selbstmord handelt. Lutz hört auch von den faschistischen „Stay-behind-Armeen“ der NATO in Europa* und beginnt, sich für Italien zu interessieren, wo sich seit Jahren immer wieder blutige Anschläge mit vielen Toten ereignen, die zunächst als das Werk linksextremer Kräfte dargestellt werden. In Wirklichkeit steckt jedoch in vielen Fällen die faschistische Terrororoganisation „Ordine Nuovo“* dahinter und einiges spricht dafür, dass sowohl der italienische Staat als auch die NATO die Anschläge mitinitiiert oder zumindest gedeckt haben*.

Lutz will eine ähnliche Entwicklung in Deutschland verhindern. Er hat wertvolle Informationen über den NATO-Hauptmann Berthold Brennecke gesammelt, der eine harte Linie gegen den Linksterrorismus zu fahren will und – wie hinter vorgehaltener Hand gemunkelt wird – dazu auch „unkonventionelle Methoden“ in Betracht zieht. Brennecke, der einst bei der SS war, verfügt über gute Kontakte nach Italien. Für den Morgen des 2. August ist ein informelles Treffen zwischen Brennecke, einem us-amerikanischen Vertreter der NATO und einigen rechtskonservativen, indirekt politisch sehr einflussreichen Italienern in Florenz anberaumt. Lutz fürchtet, dass Brennecke einen Anschlag in Deutschland nach dem Muster des italienischen „Ordine Nuovo“* plant. Er nimmt Kontakt zu dem den linksextremistischen „Roten Brigaden“  nahe stehenden  politischen Aktivisten Giovanni „Nanni“ auf, der in der Kleinstadt Prato bei Florenz lebt.

Lutz gähnte und reckte die steifen Glieder. Micha pennte friedlich auf dem Rücksitz. Nun würden sie also doch noch ein paar Tage Urlaub am Meer machen. Lutz nahm sich vor, Micha die heiß ersehnte Crystal-Barbie zu schenken, vielleicht zu Weihnachten auch das Barbie-Dream-House, auch wenn er wusste, dass beides bei seiner Ex-Frau Sigrid – Michas Mutter – sofort auf dem Müll landen würde. Sigrid und Micha lebten in einem alternativen Hausprojekt in Kreuzberg und Lutz sah seine Tochter viel zu selten. Sigrid, die nichts von seinem politischen Engagement wusste, hatte ihm die kleine Micha regelrecht aufgedrängt, als sie hörte, dass er Urlaub in Italien machen wollte und Lutz konnte schwerlich Nein sagen, auch wenn das hier für ein Kind eigentlich viel zu gefährlich war. Auch wenn er zugeben musste, dass die freche Göre ihm am liebsten war, wenn sie schlief, so stellte er doch immer wieder nicht ohne einen Anflug von Stolz fest, dass Micha – intelligent und rebellisch – im Grunde ganz der Papa war.

Ein paar Stunden noch, dann würden sie am Strand liegen. Micha würde Sandburgen bauen und im Thyrrenischen Meer planschen, während Lutz sich – weil Urlaub war – schon am Vormittag ein kleines Bier genehmigen würde. Zeitgleich würde in einem Café an der Piazza della Repubblica in Florenz ein Sprengsatz detonieren, der das fette NATO-Schwein Brennecke und seine sauberen Freunde in den Tod reißen würde. Etwas nagte an Lutz. Die Kellner hatten, wie er von seinem Freund Nanni wusste, Anweisung, in der Zeit Lieferungen für die Küche entgegen zu nehmen, denn der Lieferant war ein Linker und hatte exakt auf der Uhrzeit bestanden, zu der der Sprengsatz hochgehen würde. Florenz war eine linke Stadt. Lutz hoffte, dass sich nicht allzu viele Touristen in dem brutal überteuerten Café aufhalten würden. Könnte man sie mit einem extra-miesen Service noch im Vorfeld verscheuchen? Hatte Nanni dafür Sorge getragen? Die Gewissensbisse plagten Lutz, aber er glaubte, dass er dennoch richtig gehandelt hatte …

Teniente Daniela, Rio de Janeiro, Brasilien, International Airport, Juni 1980:

Daniela schwitzte unter dem dicken Make-Up, das ihre Narbe verdecken sollte. Sie vertrug die tropisch-schwüle Hitze nicht besonders gut, nur war das hier in dem künstlich mit Air-Condition heruntergekühlten Flughafenkomplex nicht das Problem. Der Beamte, der ihre Pässe entgegennahm, schien nur an sein Schichtende zu denken. Er blickte freundlich lächelnd und doch gedankenverloren in den dunkelgrünen Reisepass mit dem stilisierten Adler, den Daniela ihm entgegenstreckte.

Der Pass war auf den Namen Erika Müller ausgestellt, geboren am 24. Juni 1959 in La Plata, Argentinien. Niemand glaubte, dass die zähe, sehnige Daniela Della Chiesa Muller mit dem eigentümlichen Vollmondgesicht und den dunklen, widerspenstigen Haaren und die blonde, wohlproportionierte Erika Schwestern waren. Daniela hatte sich Eris Namen ausgeliehen. Der Legende nach war sie deutsche Staatsbürgerin, in Argentinien geboren und in Göttingen, dem Geburtsort ihrer Mutter Mathilde, aufgewachsen. Nun lebte „Erika“ offiziell in der überbevölkerten, chaotischen Metropole Buenos Aires, um Entwicklungshilfe zu leisten.

Einem plötzlichen Geistesblitz folgend wünschte der lethargische Beamte Daniela „gute Reise!“ und blickte sie aufmerksam an. Die harten deutschen Worte trafen sie unvorbereitet. Sie, deren Deutsch sich auf das Weihnachtslied „Ihr Kinderlein kommet“ beschränkte, antwortete mit einem kehligen „Ja.“ Sie zögerte. „Danke.“ Der Beamte verfiel wieder in seinen schläfrigen Tran und winkte sie gleichgültig weiter. Daniela war durch. 20 Minuten später kam der Aufruf zum Boarding für die Air France Maschine Flug 433, Direktflug Rio de Janeiro – Paris. Den Anschlussflug nach Frankfurt am Main würde Daniela verfallen lassen.

Das hatte die Organisation so vorgesehen, denn Danielas Auftrag sollte sie woanders hinführen. Bislang hatte sie sich bewährt. Sie hatte Alfonso, den faschistischen Fahrer, kurz nach der Grenze wie vereinbart exekutiert und die Gefangenen aus dem Transporter freigelassen. Weiter konnte sie nichts für die unter Drogen stehenden* Leute tun, die man, wie Daniela wusste, in Uruguay hatte töten und „verschwinden lassen“* wollen. Sie hoffte, dass Menschen, die das Herz auf dem rechten Fleck hatten, sie finden und ihnen helfen würden.

Daniela war voller Hass. Es war nicht einmal so, dass sie mit den Kommunisten sympathisiert hätte. Carlito und sie hatten sich nie sonderlich für Politik interessiert. Daniela hatte in Buenos Aires als Verkäuferin gearbeitet und ihr Mann Carlito hatte einen Job in einer Autowaschanlage gehabt. Eigene Kinder waren ihnen in der kurzen Zeit, die sie zusammen hatten verbringen können, nicht vergönnt gewesen. „Aber uns geht es doch so gut!“ hatte Carlito oft gesagt „Wir sollten anderen davon abgeben!“ Deshalb hatte er, der gute Christ, der einst auch ein guter Schüler gewesen war, den Kindern und auch einigen Erwachsenen in den Armenvierteln Lesen und Schreiben beigebracht. Irgendjemandem musste das ein Dorn im Auge gewesen sein. Jemand, der Carlito nicht mochte oder seinen Job in der Waschanlage haben wollte, vermutete Daniela. Solche Leute gab es in Argentinien mit seinen sozialen Problemen und den ständigen Wirtschaftskrisen genug. Jedenfalls hatte es den Schweinen** gereicht, um Carlito als „Kommunisten“ abzustempeln. Eines Abends im März 1978 war er nicht von der Arbeit zurückgekehrt. Kurze Zeit später hatte ein devoter, übereifriger Nichtsnutz seine Stelle eingenommen.

„El Gatito“ von der Organisation hatte zunächst nicht gewollt, dass Daniela den Job machte. Es war ein Himmelfahrtskommando und Leute, deren Liebste „verschwunden“ waren und die bereit waren, ihr eigenes Leben zu geben, um die Völker Lateinamerikas von dem Joch des faschistischen Terrors, unter dem sie litten, zu befreien, hatte „el Gatito“ genug an der Hand – ältere, erfahrenere Männer. Doch Daniela, die sich mit Waffen auskannte und eine gute, sichere Schützin war, hatte ihn schließlich überzeugt. Nun hatte man sie damit beauftragt, den Genossen in Europa im Kampf gegen die CIA beizustehen, die die Welt wie ein Kraken in ihrem Würgegriff hielt und jedes friedliche, demokratische Land, dessen Regierung sich nicht den Wirtschaftsinteressen der USA unterordnete, ins Chaos stürzte, nur um ein faschistisches Marionettenregime zu installieren** …

*Ordine Nuovo: faschistische italienische Terrorganisation, die im Rahmen der sog. „Strategie der Spannung“ in den 1970er und 1980er Jahren Terroranschläge verübte, die zunächst linksextremen Gruppierungen angelastet wurden. Obwohl 1973 offiziell aufgelöst, bestand die Organisation, deren Symbol die Doppelaxt war und die sich, wie man auf Wikipedia nachlesen kann, der deutschen SS verbunden fühlte, im Untergrund noch jahrelang weiter

Um die „Strategie der Spannung“ ranken sich viele Verschwörungstheorien. Man kann nur mit einiger Sicherheit sagen, dass die sog. „Anni di Piombo“ (die „bleierne Zeit“), wie die 1970er und 1980er Jahre, in denen Italien unter zahlreichen Terroranschlägen mit oftmals hohen Opferzahlen zu leiden hatte, auch genannt werden, gekennzeichnet waren durch laxe Ermittlungen, mysteriöse Todesfälle und mehrfache Verwicklungen internationaler Akteure, darunter auch die NATO. Ziel der „Strategie der Spannung“ sollte es sein, linken Bewegungen ein negatives Image zu verpassen und eine von Angst und Verunsicherung geprägte Grundstimmung in der Bevölkerung zu erzeugen, um eine rechtskonservative und v. a. antikommunistische Politik möglichst widerspruchslos durchsetzen zu können.

Nähere Informationen zu der „Roten Armee Fraktion“, zu Ulrike Meinhof und der „Todesnacht in Stammheim“ gibt es in Teil IV der Geschichte (oder auf Wikipedia).

Zu den „Stay-behind-Organisationen“ der NATO in Europa, deren italienischer Ableger „Gladio“ heißt, und die die sog. „Strategie der Spannung“ (siehe oben) in Italien umsetzen sollten, gibt es (wie zu der „Strategie der Spannung“ selbst) nur wenig verlässliche Informationen. Ähnlich, wie ab 1979 im Mittleren Osten islamistische Gruppen, insbesondere die Mudschaheddin in Afghanistan, als antikommunistische Kräfte durch den CIA unterstützt wurden („Operation Cyclone“, vgl. Wikipedia), sollten in Europa bereits nach dem Zweiten Weltkrieg rechtsgerichtete paramilitärische Einheiten aufgebaut werden, die im Falle einer kommunistischen Invasion Widerstand hätten leisten können. Eine überblicksartige Zusammenfassung dazu bietet Wikipedia. Nähere Informationen finden sich zudem im Werk des Schweizerischen Historikers Daniele Ganser. Allerdings sollte man – wie gesagt – hier sehr vorsichtig sein. Gerade weil man wenig Genaues weiß, bleibt viel Raum für Spekulationen, die aber eben auch in die Irre führen können.

**“Marionettenregime“: Chile ist vielleicht das bekannteste Beispiel eines lateinamerikanischen Landes, in dem sich mit Unterstützung der USA ein rechter Diktator – Augusto Pinochet – an die Macht putschen konnte. Die Aktivitäten der USA in Lateinamerika, die das Ziel hatten, nach Kuba eine weitere Ausbreitung des Sozialismus in der Region zu unterbinden, werden in einem Wikipedia-Artikel zusammenfassend beschrieben. Später wurde diese Zusammenarbeit der USA mit den rechten Militärregimes in verschiedenen lateinamerikanischen Ländern im Rahmen der sog. „Operation Condor“ noch intensiviert.

Markus Deggerich beschreibt in dem Artikel „Geburtstag auf dem Foltertisch“ im Spiegel (27/01/2004) nicht nur ausführlich einige Foltermethoden der argentinischen Militärjunta, sondern erwähnt auch, dass es – wie so oft – nicht zwingend von Nöten war, sich wirklich aktiv politisch links zu engagieren, um in die Fänge des Regimes zu geraten. Allein der Verdacht, erhärtet etwa durch soziales Engagement, reichte offenbar schon aus.

Auch Carlito und Daniela in der Geschichte sind eigentlich brave Katholiken, die ihre Christenpflicht tun wollen und sich linken Ideologien nicht wirklich verbunden fühlen (wobei Daniela sich nachher – ähem – „weiterentwickelt“).

Natürlich sind sie, wie alle Personen in dieser Geschichte, auch NATO-Mann Brennecke, und ihre Handlungen sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind daher nicht beabsichtigt und rein zufällig. Auch „die Organisation“ der Daniela sich anschließt, hat nie existiert. In der Geschichte ist es ein weltweit agierender Zusammenschluss terroristischer linker Gruppen (entfernt!) angelehnt an die Leute um den Top-Terroristen „Carlos“. Die Rekrutierungsmethoden lateinamerikanischer Militärs oder deren rechtsextremistischer, paramilitärischer Suborganisationen waren sicherlich etwas anders als beschrieben. Hier weiß man nicht genau, mit wem Daniela sich gemein macht und das ist im Rahmen der künstlerischen Freiheit auch beabsichtigt. Immerhin – die ganze Geschichte ist reine Fiktion und soll als solche auch nur subjektive Eindrücke erfundener Personen wiedergeben. Um sich einen reealistischen Überblick über die geschichte Argentiniens bzw. Lateinamerikas zu verschaffen, muss man sehr wahrscheinlich eine Menge schlauer Bücher wälzen und genau das würde ich jedem/jeder, den/die es interessiert, auch empfehlen.

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