Mobbers Corner

Was ist eigentlich ein Grundrecht? Hm, was mir da so spontan zu einfiele, wäre, dass z. B. niemand wegen seiner Hautfarbe, Nationalität, sexuellen Orientierung, Religion, seines Geschlechtes und so weiter benachteiligt werden darf. „You have the right to be nasty“ soll eine Queer-Aktivistin gesagt haben. Genau deshalb schreibe ich meistens LGBT und nicht Queer, weil ich da leider nicht zustimme. Keine Menschenrechtscharta der Welt sieht ein „Recht auf Gemeinheit“ vor.

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Und überhaupt, „Gemeinheit“ als sexuelle Orientierung? Man könnte an Sadomasochismus denken, aber nein, Sorry! Niete! Missverständnis. Die Psychologin Lydia Benecke schreibt in ihrem Buch „Sadisten. Tödliche Liebe – Geschichten aus dem wahren Leben“ (Köln 2015) , dass Sadomasochismus als sexuelle Orientierung nichts damit zu tun hat, den oder die andere(n) zu misshandeln. Alles geschieht im beiderseitigen Einverständnis und nur bis dahin, wo einer eine Grenze setzt. Und – ganz wichtig! – es bezieht sich nur auf die sexuelle Ebene, es geht nicht darum, andere Menschen im Alltag zu unterjochen und zu quälen. Ansonsten, führt Benecke weiter aus, ist Sadismus krankhaft, eine psychische Störung bzw. Symptom verschiedener psychischer Pathologien.

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Mir sagte man, man wolle die psychisch Kranken befreien. Das sei links. Nur sehr wenige psychisch Kranke sind allerdings „nasty“, also gewalttätig oder einfach nur auf’s Mobben und Schikanieren aus. Im Queerfeminismus geht es oft um Esstörungen und Borderline. Statt zu kotzen und sich zu ritzen, sollten die Frauen lieber mal ihre Wut ‚rauslassen. Im Reallife wurde dann daraus gemacht, dass dicke Frauen einmal die Möglichkeit haben sollten, eine Schlanke fertig zu machen. Frauen wie ich oder die #Homofrau sollten ihr Fett wegkriegen. Ich wunderte mich, warum dann Heidi, die ganzen Supermodels und die auf Optimalkörper getrimmten High Society Hipstermädchen trotzdem Heldinnen für die Frauen sind.

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Aber eigentlich ist das doch auch gar nicht das Problem. Kaum eine Frau wird zur Magersüchtigen, Bulimikerin oder Fresssüchtigen oder fängt an, sich zu ritzen, weil sie im Fernsehen oder auf der Straße eine sieht, die schlanker und/oder hübscher als sie selbst ist. Vielleicht hat man den Frauen das so vorgelebt, vor allem denen „aus besserem Hause“. Der ehemalige Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin spekulierte ja sogar über Gebärprämien für sie (Das Thema ging 2010 durch die Medien. Vgl. hierzu u. a. einen Beitrag auf Telepolis). Vor ein paar Jahren galt es als chic, darüber zu lästern, dass Frauen, die in materiell weniger begünstigten Verhältnissen lebten, fett und weniger intelligent seien. Man hoffte, das auf die Gene schieben zu können, nur dass die Gene nichts mit dem sozialen Background zu tun haben. Man sprach auch von Alphafrauen. Muss schlimm sein, eine Alphafrau zu sein und trotzdem Figurprobleme zu haben oder dieses oder jenes mental nicht hinzukriegen. Aber davon wird man nicht krank. Es wäre ja auch eigentlich ganz einfach, zu sagen: „Okay, ich bin auch nur normalsterblich!“

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Ich bin jedenfalls der Meinung, dass Frauen (oder Männer), die an Esstörungen leiden und/oder sich ritzen, dringend eine Therapie machen sollten. Weil das gefährlich ist. Weil man sich selbst keinen Gefallen tut, wenn man so tut, als sei das ein Lifestyle oder eben eine „etwas andere“ sexuelle Orientierung. Ist es nicht. Und schon gar nicht gibt es irgendwie ein Recht, „nasty“ zu sein und andere zu mobben, auch wenn das vielleicht eine Art vorrübergehender Entspannung bringt, ein berauschendes, offenbar süchtig machendes Gefühl scheinbar grenzenloser Macht, wenn es alle gegen eine(n) ist und der/die sich dann nicht wehren kann. Aber es ist shit! Das Wohlbefinden keines Menschen – egal wie schlecht es ihm oder ihr selbst geht – ist soviel wert, dass ein(e) andere(r) dafür leiden muss. Ganz abgesehen davon, dass es – wie gesagt – um ernsthafte Erkrankungen geht (wenn du ’ne Bronchitis hast, gehst du schließlich auch zum Arzt, oder?!), also um Menschen, die wirklich Hilfe brauchen, nicht jemanden zum Abreagieren.

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Transsexualität ist ein weiterer wichtiger Bestandteil des Queerfeminismus. Versteht mich nicht falsch, es gibt Transsexuelle, offenbar – wie ich gehört habe – mehr weibliche, die mit einem männlichem Erscheinungsbild geboren wurden, als umgekehrt. Muss irgendwie eine Sache der Hormone sein. Die Leute machen keine Witze. Sie sind so geboren worden und können nichts daran ändern. Viele haben auch kaum eine Chance in dieser Gesellschaft. Oft bleibt z. B. Transfrauen nichts anderes übrig, als ihr Geld mit Prostitution zu verdienen, manche kommen auch im Show-Business unter, aber habt ihr schon mal ’ne Transfrau als Bankangestellte gesehen?

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Allerdings hat das alles nichts mit „Ich schnall mir ’nen Plastikpenis um und dann kann ich XXX vergewaltigen, hö, hö!“ zu tun. Im szenigen Berlin „entdecken“ nicht wenige Frauen in ihren Zwanzigern, mit über 30 oder noch viel später, dass sie eigentlich „Männer“ sind oder sie stellen zumindest fest, dass die „männliche Rolle“ ihnen sehr gut stehen würde: das Alphatier, der knallharte Macho, intelligent, stark und überlegen und vor allem: andere Frauen sollen das Blödchen für sie sein, unterwürfig und anschmiegsam, liebevoll auch dann noch, wenn man(n) sie mal „gegen die Tür laufen“ lässt. Klassische „männliche Rolle“ oder einfach nur hirnverbrannt? Ich hielt es jedenfalls zunächst für einen schlechten Scherz, dass das jetzt „Feminismus“ sein soll …

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Und außerdem – was ist, wenn man bzw. frau leider nicht einsieht, dass eine andere das nun einmal braucht, „nasty“ zu sein?! Was, wenn einem das am A… vorbeigeht, dass eine andere sich sonst ritzt oder auch nur irgendwie „nicht wohl“ fühlt? Tja, „Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit“ – schon mal davon gehört, Babes? Das bedeutet einfach, dass andere nicht tun müssen, was man/frau sagt. Egal, wie sich jemand damit fühlt. Man/frau darf auch „nein!“ sagen, „nicht mit mir!“ Punkt.

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Vielleicht ist es Dummheit, vielleicht sind es die vielen Partydrogen oder das viele Geld. Manche Leute raffen noch nicht einmal, dass man anderen nicht einfach mal das Tagebuch klauen kann, erst einmal überall damit rumtröten (Yap, alle haben gelesen, dass die #Homofrau auch wirklich was mit Frauen anfangen kann, nur sollte das lieber nicht so aussehen, nicht dass die auch noch Minderheitenrechte dafür kriegt, aber homophob kann man ja trotzdem mal sein, nur so, vorsorglich!) und dann, als irgendwie herauskam, dass das ein schwerer Verstoß gegen die Persönlichkeitsrechte ist, hatten sich einige echt gedacht, die #Homofrau könnte ja Selbstmord begehen, dann wäre das Problem aus der Welt. Oder das Geschwalle von „Damit hat sie ihr Todesurteil unterschrieben!“ und so weiter. Man kann halt niemanden so einfach umbringen, weil man ihn oder sie eben „nicht so mag“ oder einfach Lust drauf hat oder sich mal echt stark fühlen will und so. Aber angeblich waren es ja auch nur „Neckereien“, genau wie die ständigen dummen Anmachen, das ganze Belauere und Geglotze, die „Inspirationen“, die sie angeblich ständig brauchten, undsoweiterundsofort. Nicht meine Art von Humor, aber egal – sogar wenn man „nur“ Schwachsinn über andere erzählt, in der Hoffnung, sie so nachhaltig wie möglich in ein schlechtes Licht zu rücken, ist das leider Verleumdung oder üble Nachrede, jedenfalls nichts, worauf man irgendwie ein Recht geltend machen könnte …

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Zum Teil wurde wohl darauf spekuliert, dass die #Homofrau sich sowieso keinen Anwalt leisten kann, zum Teil lag es daran, dass die Linken den Frauen und den Hipstern, die sie im Schlepptau hatten, zu Hilfe kamen. Das war eine neue Erfahrung, dass Linke in erster Linie Menschen mit Geld unterstützen. Überhaupt, all die Jahre eine Gefahr und Bedrohung zu sein. Die #Homofrau sollte sich das mal merken, dass man auch ohne den schnöden Mammon glücklich sein kann.Das Gleiche galt natürlich nicht für diese Leute selbst. Es gilt auch nicht für die Flüchtlinge oder für wen auch immer. Die Leute haben sich wohl eher eingebildet, dass es ihnen zusteht, darüber zu bestimmen, wer arm sein soll und wer Geld haben darf. Und außerdem, wenn „kein Geld“ auch „keine Rechte“ bedeutet, na ja, ich weiß nicht, was daran so links sein soll, ehrlich! Mitleid sollte man mit denen haben, einsehen, dass andere es doch auch schwer haben. Hm, nur was kann ich dafür? Oder die #Homofrau? Ich habe es ihnen nicht schwer gemacht. Die meisten kannte ich nicht einmal, und wenn, dann nur vom Sehen. Außerdem – Mitleid, mit Menschen, die internationale Schulen besucht haben, auf dem Internat waren, geschliffenes Oxford-Englisch sprechen und in einigen Fällen ganze Studiengänge in den USA absolviert haben – die „Proletarier“ des 21. Jahrhunderts? Wohl kaum!

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Finally: Queer sollte so richtig lebenslustig und sinnenfroh sein – ein ganz neuer, ganz anderer Feminismus – nur dass offenbar keine der Frauen begriffen hat, dass das nicht an Leuten wie mir oder der #Homofrau liegt, wenn sie dann doch eher gehässig und zickig ‚rüberkommen. Also man bzw. frau muss dazu keine anderen Frauen aus dem Weg räumen. Ganz im Gegenteil, genau das ist es nämlich. Und überhaupt, dass auch jeder Hipsterknilch ’ne unterdrückte Minderheit sein soll – Na ja, die stehen ja auch auf Frauen, dann sind sie wohl auch „lesbisch“ und ihre verknöcherten alten Muttis erst einmal. Außer Bonmots à la „gar nicht erst hochkommen lassen!“ und „Tja, jetzt zum Monatsende ist Schmalhans wohl Küchenmeister!“ habe ich nicht viel von denen mitgekriegt. „Erstick doch an Deinem Geld, Alte!“ könnte man darauf entgegnen oder sich denken, dass unsere Gesellschaft richtig krank ist vor lauter Überfluss. Vielleicht ist das Unglück anderer wirklich das einzige, was solche Leute noch geil macht. Nur Mitleid mit denen haben? Nö, wieso eigentlich?! Lest doch einfach mal das Grundgesetz oder die Charta der Menschenrechte oder so. Da steht auch drin, welche Rechte man/frau alle nicht hat. Und wer das nicht kapiert –   Muttu weniger Ecstasy! Echt jetzt!

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